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Praktikum I Druckfolien
Wozu dient die Messung der Kontaktzonen und der Druckverfeilung ?
informationen tiber Kontaktzonen und Druckverteilung konnen
AufschluB uber die Funktion und Wirkungsweise cines Gelenkes
sowie tiber Vernderungen nam operntiven Eingriffen geben. Dutch
Messung der Druckverteilung beispielsweise vor und nach einer
Meniskusresektion oder Umstell ungsosteotomie, kbnnen die
Auswirkungen solcher Eingriffe beurteilt werden.
Aulbau und Wirkungsweise
Fuji-Folien werden zwischen zwei, sich beriihrende Flachen eingerugt.
Der aul sic cinwirkende Druck wird als pink-farb ige Verfarbung mit
unterschiedlicher optischer lntensitat aulgezeichnet. Unterhalb cines
unteren Druckgrenzwertes werden keine Vcrfarbungen Cl.leugt,
wahrend bei Oberschreitung cines obcren Grenzwertes cine 5attigung
eintritt. Daher ist vor einer Anwendung zu beachten, daB man den zu
messenden Druckbereich abschatzt.
AbbilduDg 1: Querschnitt durch Fuji-Folie (Unks), Zosammenhang
zwischen r esultierender Verfirbung Dod Druck (rechts).
Quelle: 111.
Abbildung 1 zeigt links den schematischcn Aufbau von Fuji·Folien. Sie
sind aus zwei Teilen aufgebaut Zum Einen gibt es das "Transfer
Sheet", das in zufaIliger VeTteilung fJilssigkeitsgefOUte Blasen im
Durchmesser von 2 bis 25J.Ul1 [2] enthiilt. Zum Anderen gibt es ein
"Developer Sheet" auf dem sich Aecken abzeichncn, wenn die farblose
Fltissigkeit dec ersten Schicht (beim Platz.en dec Blasen) mit dem
"Developer Sheet" in 8eriihru.ng kommt.
Da die Blasen mit unterschiedlichem Durchmesser auch bei
unterschiedlichen Drticken platz.en, ist die lntensitat dec pink-farbigen
Verfarbungen vom loka! wirkenden Druck abhangig. Die
Verfarbungen werden feinkomig abgebildet. lhr Durchmesser reicht
von 0.01 bis zu O.lmm.
Bei der KaJibrierung und Anwendung dec Fuji-Folien ist zu beachten,
daB die resultierenden Verfaroungen auBer von dem lokal wirkenden
Druck auch nom von der Umgebungstemperatur und vor aHem von
der relativen Luftfeuchtigkeit abhangen. Unter Berti:cksichtigung
dieser Parameter, kann eme KaHbrierkurve ersteHt werden, indem man
Fuji.Folien unterschiedlichen, bekannten Driicken aussetzt und die
dabei resultierenden Verlarbungen auswertet.
Versuchsvorbereifung
FUr diesen Versuch wurden zwei linke Knie von Schafen priipariert.
Das proximale £Ode des Femurs, sowie das rustale Ende der Tibia
wurden abgeSigt und in Technovit· eingegossen (Abbildung 2). Es
wurde darauf geachtet, den Bandapparat und die Gelenkskapsel des
Knies m5glichst intakt zu halten. Es wurde ein parapateUarer Zugang
zur lateralen Femurkondyle prnpariert (Abbildung 2). Bei einem Knie
wurde der meniscus laterafis im Knie belassen, bei dem anderen wurde
er entfemt, so daB man nun die Druckverteilung mit und ohne
meniscus fatemfis anhand der Druckmessfolien untersuchen kann.
Abbildung 2: Eingegossenes
Priiparat.
An den eingegossenen Enden
sind Plansche befestigt. Mit
diesen lassen sich die Proparate
in den WiroelsiiulenbelaslWlgssimulator
(WISI) einspannen
(Abbildung 3 links). Dor! wird
dann ein bestimmter
Flexionswinkel eingestellt. NWl
kann man die Dnlckmessfotie
vorsichtig einfiihren (AbbildWlg
3 rechts) Wld das Proparat mit
2oo N in axialer RichlWlg
belasten. Nach anschtieflender
EntlaslWlg kfumen die Polien
entnommen und ausgewertet
werden (Abbildung 4 ).
Abbildung 3: Einspannung ill WlSI (links); Eingefiihrte Folie
(rechts)
Abbildung 4: Druckverteilung obne (links) und mit (rechls)
Meniskus.
Literatur:
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- Liggins, AB., The practical application of Fuji Prescale pressuresensitive
film., in Optical measurement methods in biomechrmics,
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